Kurs im Freilichtmuseum Finsterau
Harz war jahrhundertelang einer der wertvollsten Rohstoffe des Bayerischen Waldes. Kein Wunder also, dass es den Beinamen „Gold des Waldes“ erhielt. Wie entsteht es, wozu diente es unseren Vorfahren und welche Verwendung findet es auch heute noch? Antworten darauf gibt ein spezieller Kurs für Erwachsene, der am Samstag, den 27. Juni 2026, von 10.00 bis 13.00 Uhr im Freilichtmuseum Finsterau stattfindet.
Das Programm beginnt mit einem kurzen Spaziergang in den umliegenden Wald, bei dem die Teilnehmer die Herkunft des Baumharzes und seine vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten kennenlernen. Sie erfahren Wissenswertes darüber, welche Rolle es im Alltag der Bewohner des Bayerischen Waldes spielte und warum es über viele Jahrhunderte hinweg ein so geschätzter Rohstoff war.
Besonderes Augenmerk wird auf die historische Bedeutung des Harzes in der Region gelegt. Ein wichtiger Bestandteil des lokalen Handwerks war beispielsweise die Teerherstellung. Der sogenannte Holzteer wurde zum Abdichten von Gefäßen und Dächern sowie für viele andere handwerkliche Arbeiten verwendet. Auch in der Volksmedizin hatte das Harz seinen Platz, wo es wegen seiner heilenden Wirkung geschätzt wurde.
Der Kurs bietet einen einzigartigen Einblick in die Welt des traditionellen Handwerks, alter Bräuche und eines Lebens in enger Verbindung mit der Natur. Auch der praktische Teil kommt nicht zu kurz – die Teilnehmer stellen gemeinsam eine Harzsalbe her, die sie anschließend mit nach Hause nehmen können.
Praktische Informationen
Termin: Samstag, 27. Juni 2026, 10.00–13.00 Uhr
Ort: Freilichtmuseum Finsterau
Preis: 30 € pro Person (inklusive Museumseintritt)
Anmeldung: erforderlich unter der Telefonnummer +49 8557 96060
Entdecken Sie die Geheimnisse des Waldgoldes und lernen Sie die traditionelle Verwendung von Harz direkt in der Natur des Bayerischen Waldes kennen.